Rettung durch Regentänze?
Im August lagen Stockerbach und Moosgraben in Sontheim größtenteils trocken. Für die Bachmuscheln, die dort leben, bedeutet das akute Lebensgefahr.
Wo sonst Wasser fließt, blieb ein trockenes Bachbett zurück. Die Aktiven des Bachmuschel-Netzwerks Unterallgäu versuchten zu retten, was möglich war: Muscheln wurden in noch feuchte Bereiche umgesetzt und an manchen Stellen mit einfachen Mitteln Schatten geschaffen.
Doch das kann nur eine kurzfristige Hilfe sein.
Wenn das Wasser fehlt
Bachmuscheln sind faszinierende und stark bedrohte Tiere. Sie filtern das Wasser und tragen damit zu einem funktionierenden Gewässerökosystem bei. Zum Überleben brauchen sie saubere, strukturreiche Bäche und passende Wirtsfische wie Rotfeder oder Elritze.
Der Regen kam dieses Jahr möglicherweise gerade noch rechtzeitig, um einen Teil der Muscheln in Sontheim zu retten. Wie viele tatsächlich überlebt haben, ist noch nicht klar.
Die Situation zeigt, wie wichtig es ist, Wasser in der Landschaft zu halten: durch naturnahe Bäche, mehr Raum für Gewässer, Beschattung und geeignete Rückhalteräume. Auch Biber können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Langfristiger Bachmuschelschutz gelingt nur gemeinsam – durch die Zusammenarbeit von Gemeinden, Fachbehörden, Wasserwirtschaft und den Menschen, die sich vor Ort um die Muscheln kümmern.
Denn wenn unsere Bäche austrocknen, gerät ein ganzes Ökosystem unter Druck.
Einmal jährlich bringt die Kreisgruppe die BNachrichten in gedruckter Form heraus. Es geht dabei vor allem darum, die Mitglieder über die Kreisgruppenarbeit zu informieren, die nicht digital erreichbar sind.

















