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Ortsgruppen

Vorschulkinder und Grundschüler aufgepasst: Kommt mit auf die Spur der Natur!

 Ab April 2026 wird im Illerwinkel eine neue Kindergruppe für 5- bis 8-jährige angeboten, die „Naturfreunde“. Unter der Schirmherrschaft des BUNDjugend Bayern entsteht somit bereits die zweite Kindergruppe im Illerwinkel von rund 200 Gruppen in ganz Bayern. Die bereits seit 2023 bestehende Gruppe der „Naturforscher“ richtet sich an Kinder von 8 bis 11 Jahren. Um auch jüngeren Kindern spielerisch und altersgerecht Natur- und Umweltwissen zu vermitteln, gibt es jetzt die „Naturfreunde“. 
Gruppenleiterin und Gründungsmitglied Martina Brüchle aus Lautrach schwärmt: „Draußen sein, Abenteuer erleben, die hiesige Tier- und Pflanzenwelt kennenlernen, Spielen, Klettern und mit den eigenen Händen was kreieren – das wollen wir mit den Kindern unternehmen.“
Einmal im Monat am Samstagvormittag treffen sich die Naturfreunde. Martina Brüchle und ihr Team bestehend aus circa drei bis vier Erwachsenen bereiten spannende Vormittage für circa 15 Kinder an verschiedenen Naturplätzen im Illerwinkel vor. Jeder Monat dreht sich um ein anderes Thema. „Dabei ist die Erfahrung von körperlichem Ausgleich in der Natur und Selbstwirksamkeit, aber auch Artenkenntnis, Spaß und das Erleben von Gemeinschaft ganz zentral,“ ergänzt die Gruppenleiterin Miriam Geiger. 
Eindrücke aus der bereits laufenden Gruppe der Naturforscher gibt es auf der Webseite des Bund Naturschutz Illerwinkel. Wer dabei sein will oder Fragen hat kann sich unter 0176/22779227 oder miriam.geiger@posteo.de melden. Wir freuen uns auf euch!


Hummelentdecker im Illerwinkel gesucht

Seit 2022 gibt es die sogenannte Hummel- Challenge des BUND Naturschutz in Kooperation mit dem Thünen-Institut als wissenschaftliches Projekt mit Bürgerinnen und Bürgern. 
Jeder, der draußen unterwegs ist und Hummeln entdeckt, kann die Entdeckungen bis einschließlich zum 09.04. über observation.org mitteilen und sie werden Teil einer wissenschaftlichen Auswertung, wie es aktuell um unsere 41 Hummelarten in Deutschland steht.  Leider befinden sich bereits die Hälfte der Arten auf der roten Liste. Im Rahmen der Challenge 2024 wurde erstmalig die Tonerdhummel in Deutschland nachgewiesen. Sie stammt aus wärmeliebenden Mittelmeerregionen und hat den Sprung über die Alpen geschafft.
Wer bei der diesjährigen Aktion mitmachen möchte, findet alle weiteren Infos auf dieser Webseite: www.bund-naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge.
Keine Sorge, Artenkenntnis ist nicht erforderlich, da die kostenfreie App ObsIdentify beim Bestimmen des jeweiligen kleinen Pelzbrummers hilft. 
Wir wünschen viel Freude beim Entdecken und vielleicht fließt die eine oder andere Meldung aus dem Illerwinkel in die diesjährige wissenschaftliche Auswertung mit ein. 


Winterlinde als Geschenk

Unsere Ortsgruppe hat am Ende des Lutz-Breins-Weg in Legau, oberhalb des von Obstbäumen gesäumten Feldwegs, eine Winterlinde (Tilia cordata) gepflanzt. Der Baum ist ein Geschenk für 41 Jahre BN- Mitgliedschaft und 12 Jahre Engagement in der Vorstandschaft für unseren Jubilar Gustl Gerblinger. Er hat die Ortsgruppe einst mitgegründet und über viele Jahre mit seinem unermüdlichen Einsatz wesentlich geprägt. Gustl ließ es sich natürlich nicht nehmen, beim Pflanzen „seines“ Lieblingsbaums tatkräftig mitzuhelfen und hat sich auch schon bereit erklärt, das regelmäßige Gießen im ersten Jahr zu übernehmen. Nur so ist ein gutes Anwachsen gewährleistet.  
Die Winterlinde gehört zu den ökologisch wertvollsten heimischen Laubbäumen und ist zudem anpassungsfähig und robust. Laut der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft nutzen über 300 Insektenarten Linden als Futter- oder Lebensraum. Ihre spätere Blüte ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Auch Vögel profitieren: Die dichte Krone bietet Brutplätze und Schutz, ältere Linden entwickeln Höhlen, die Fledermäusen und höhlenbewohnenden Arten dienen.
Am Übergang zwischen Siedlung und Feldflur schenkt die Winterlinde neuen Lebensraum und bereichert die bereits bestehende Obstbaumpflanzung. 
Die Linde gilt seit Jahrhunderten als Baum der Gemeinschaft, des Friedens und der Verbundenheit. Dorflinden waren Orte des Austauschs, der Feste und der Rechtsprechung. Ihre herzförmigen Blätter stehen sinnbildlich für Wärme und Zusammenhalt.
Mit der Pflanzung setzen wir von der Ortsgruppe ein sichtbares Zeichen für den Naturschutz, die Artenvielfalt und eine lebenswerte Zukunft im Illerwinkel. Wir danken der Marktgemeinde Legau für die Bereitstellung der Pflanzfläche. 
 


Jahreshauptversammlung mit Fachvortrag Trinkwasser im Allgäu


Am 13.03.26 fand im Gemeindesaal Kronburg unsere diesjährige Jahreshauptversammlung (JHV) mit anschließendem Fachvortrag zum Thema „Bedrohtes Trinkwasser im Allgäu“ statt. Unserer Einladung  folgten BN- Mitglieder und interessierte Gäste, u.a. auch der 1. und 2. Bürgermeister aus Lautrach, Reinhard Dorn und Alexander Heintze. 
Zu Beginn zeigte der 1. Vorstand Dieter Klotz mit einer bunten Fotorevue unsere zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2025. Unser Engagement reichte vom jährlichen Amphibienschutz in Lautrach über einen Obstbaum- Schnittkurs, der Beteiligung an der Lautracher Nachhaltigkeitswoche mit der BN- Wanderausstellung „Was wäre, wenn sich Bäume so verhalten wie Menschen“ mit kostenfreien Führungen für Kinder und Erwachsene, die wiederholte Teilnahme an der Illerbeurener Museumsnacht mit einem Infostand, der regelmäßigen Biotoppflege am Unterbinnwanger Weiher bis hin zum Fachvortrag zum Thema Agri- PV. Ebenso hat sich zwischenzeitlich die BN- Kindergruppe weiterentwickelt, und es gibt jeden Monat angeleitete Treffen mit spannenden Ausflügen in die Natur, u.a. an die Iller und Rotis, oder saisonale Bastelaktionen, um die heimische Flora und Fauna spielerisch zu entdecken und kennenzulernen. Für April 2026 ist der Start einer 2. Kindergruppe für 5- 7- jährige geplant. Nach dem tadellosen Kassenbericht vom Schatzmeister Christian Wexel und der Entlastung der Vorstandschaft standen die Neuwahlen zur Vorstandschaft an, die der BN – Kreisgruppenvorsitzende Martin Muth leitete. Da sich lediglich für die Ämter des Schatzmeisters, Schriftführers und der Beisitzer Kandidaten für die Wahl zur Verfügung stellten, erläuterte Herr Muth, dass dies rechtlich für eine Ortsgruppen- Vorstandschaft ausreiche, weil die Ortsgruppen in die BN- Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu mit einer vollständigen Vorstandschaft eingebettet seien. Somit wurden Christian Wexel als Schatzmeister, Christiane Krüger-Birk als Schriftführerin sowie Dieter Klotz und Peter Birk als Beisitzer jeweils einstimmig von den Mitgliedern gewählt. Die langjährigen Vorstands –und Gründungsmitglieder der BN- Ortsgruppe Legau/Illerwinkel Rosina Konrad und Gustl Gerblinger traten nach 12- jähriger engagierter Vorstandsarbeit zurück, bleiben uns aber in jedem Fall als Wegbegleiter und Ratgeber weiterhin treu.
Im Anschluss an die JHV folgte ein äußerst informativer Fachvortrag zum Thema „Bedrohtes Trinkwasser im Allgäu“. Dieter Klotz, der als Berufsschullehrer viele Jahre Auszubildende im Beruf Fachkraft für Wasserversorgung unterrichtete, führte ins Thema mit einer anschaulichen Darstellung des Nitratkreislaufs in unserer Umwelt ein. Nitratsalze sind hochwertige Düngemittel in der Landwirtschaft und werden den Böden über Gülle, Mist und Mineraldünger zugeführt, damit die Pflanzen entsprechend wachsen. Nitrate sind allerdings sehr gut wasserlöslich und können durch Regenfälle in Gewässer und bei durchlässigen kiesigen Böden bis ins Grundwasser gelangen, welches ebenso der Trinkwasserversorgung dient. Es gilt in ganz Europa ein Grenzwert im Grundwasser von 50 mg Nitrat/l , ein Wert ab 37,5 mg/l wird bereits als kritisch gesehen. Insbesondere Säuglinge können empfindlich auf zu hohe Nitratwerte im Trinkwasser reagieren, weil sich bei ihnen Nitrat im Körper leichter zu Nitrit umwandelt und die Sauerstoffversorgung blockieren kann. Hier setzte Martin Muth, Diplombiologe, den Vortrag mit der Vorstellung der Studie des Wasserwirtschaftsamtes Kempten zur Grundwasserqualität in der Memminger Schotterebene im Untersuchungszeitraum 2018 – Frühjahr 2024 fort. Diese Studie hatten die 3 örtlichen Wasserversorger in Auftrag gegeben, weil sie aus diesem Gebiet südlich von Memmingen für rund 80.000 Menschen, Tendenz steigend, das Trinkwasser gewinnen. Den Wasserversorgern ist bereits seit 2014 aufgefallen, dass der Nitratwert im Grundwasser steigt. Die Studie fasst das Ergebnis von sehr vielen Grundwasser- und Bodenmessstellen im Wasserschutzgebiet zusammen. Ein Ergebnis ist, dass in dem genannten Zeitraum der Anteil der Messstellen, die Werte über 30 mg Nitrat/ l anzeigten, zunahm und der Anteil der Messstellen mit Werten unter 30 mg/l entsprechend abnahm. 
Die kiesigen Böden der Memminger Schotterebene, die in der Eiszeit entstanden sind, sind sehr wasserdurchlässig und so kann Regenwasser zusammen mit dem wasserlöslichen Nitrat leicht in tiefere Schichten gelangen. Neben diesem geologischen Effekt wird dieses Gebiet landwirtschaftlich intensiv durch Maisanbau und Milchviehhaltung genutzt, u.a. befindet sich dort der größte bayerische Milchviehbetrieb mit ca. 1800 Tieren.
Es wäre für die Wasserwerke technisch aufwändig und teuer bei zu hohen Nitratwerten im Grundwasser, das Trinkwasser entsprechend aufzubereiten. Diese Zusatzkosten müssten an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Studie zeigte auch, dass ein Zwischenfruchtanbau den Nitratwert deutlich reduziert. Dieser Anbau ist allerdings vom landwirtschaftlichen Jahreszyklus nur auf Getreide- und nicht auf Maisanbauflächen möglich. Das Amt für ländliche Entwicklung und Forsten bietet den landwirtschaftlichen Betrieben zur Umsetzung solcher Maßnahmen eine entsprechende Beratung an. 
Der Bund Naturschutz möchte in diesem elementaren Thema der regionalen Trinkwasserversorgung für rund 80.000 Menschen weiterhin Aufklärungsarbeit leisten und über die oben genannte, wenig bekannte Studie informieren und sich dafür einsetzen, dass politisch mit zielführenden Maßnahmen reagiert wird, um einem weiteren Anstieg des Nitratwerts im Grundwasser entgegenzuwirken. Ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt Memmingen Herrn Rothenbacher hat bereits in diesem Jahr stattgefunden, ein Gespräch mit dem wiedergewählten Landrat Herrn Eder ist in Planung. Alle Bürgermeister, deren Gemeinden ihr Trinkwasser aus der Memminger Schotterebene beziehen, wurden vom BN schriftlich informiert. 
Nach diesem inhaltsschweren Vortrag hieß es, ein besonderes Jubiläum zu ehren. Gustl Gerblinger ist seit 41 Jahren Mitglied im BN und setzte sich auch schon davor engagiert für den regionalen Natur- und Umweltschutz ein. Martin Muth zeichnete ihn für seine kaum aufzählbaren Aktionen und Projekte mit der Ehrennadel in Gold des BN aus. Die BN Ortsgruppe überraschte ihn mit einem besonderen Geschenk.  Gustl setzt sich u.a. immer wieder leidenschaftlich für den regionalen Erhalt von Bäumen ein, sein Lieblingsbaum ist die Linde. Somit werden wir zeitnah zusammen mit dem Jubilar seinen Lieblingsbaum, in dem Fall eine Winter-Linde, in Legau pflanzen. Sie steht für Verlässlichkeit und Gemeinschaft, bietet vielen Arten Nahrung und Lebensraum und ist somit ein wunderbares Symbol für eine lebenswerte Zukunft. 
Der Abend klang mit anregenden Gesprächen und einem Imbiss für alle aus. 
Zur Info: Die o.g. Studie wird vom Wasserwirtschaftsamt Kempten auf Nachfrage zur Verfügung gestellt. (ckb)
 


Mit Herz und Teamgeist für den Krötenschutz in Lautrach

Zum 7. Mal organisieren wir von der BN Ortsgruppe Legau/Illerwinkel die Amphibienschutzaktion entlang des Lautracher Sportplatzwegs und sind jedes Mal begeistert von dem tatkräftigen Einsatz von kleinen und großen Naturfreunden aus dem ganzen Illerwinkel. 
Zum 2. Mal unterstützte uns Bernhard Riedmiller mit seiner Baggerpower beim Graben der Löcher für die Auffangeimer, sodass wir in einem konstruktiven Mix aus Mensch und Maschine am Samstag, 28.02. in rund 3 Stunden einige hundert Meter Schutzzaun aufbauen konnten.  Da einige Helfer und Helferinnen bereits länger dabei sind, war es ein tolles Hand- in- Hand- Arbeiten. 
Nun heißt es wieder in den nächsten Wochen bis ca. Anfang April, die Auffangeimer entlang des Zauns regelmäßig morgens und abends zu kontrollieren und die aufgefangenen Kröten sicher über die Straße zu bringen, damit sie unversehrt ihre Wanderung zum Laichgewässer fortsetzen können. Alle wandernden Tiere sind in der Regel mindestens 3- 6 Jahre alt, denn sie streben erst mit ihrer Geschlechtsreife im Frühjahr zurück zu dem Gewässer, in dem sie geboren wurden. Krötenmännchen werden mit 3-4 Jahren, die Weibchen sogar erst mit 4-6 Jahren geschlechtsreif. Lediglich 5-10 Tiere von 1000 Jungkröten erreichen dieses Alter, um entsprechend für Nachwuchs sorgen zu können. Somit ist es umso wichtiger, die Tiere zumindest an Stellen, wo es von den Gegebenheiten her möglich ist, vor dem Straßentod zu bewahren.
Schön war es, während des Aufbaus von einer Helferin folgendes zu hören: Ich freue mich richtig, dass diese Aktion wieder losgeht und ich zusammen mit meinen Kindern dabei sein kann. Der Einsatz für die Kröten ist immer wieder ein berührendes Naturerlebnis. 
Herzlichen Dank für die Rücksichtnahme der Fußballabteilung und des KHKL in den Tagen vor dem Zaunaufbau. Zum Schutz der ersten wandernden Kröten wurden bei den Abendterminen die Autos auf dem Kirchparkplatz bzw. an der Sporthalle abgestellt. Ebenso wissen wir auch die Unterstützung des Lautracher Bauhofs zu schätzen. Die benötigten Materialien werden uns jedes Jahr zuverlässig bereitgestellt.      
Wer bei der Schutzaktion 2026 mithelfen möchte, ist nach wie vor herzlich willkommen. Die wichtigsten Infos zum Ablauf der Sammlung   HIER zu finden.  
Wir nehmen Interessierte nach einer kurzen E-Mail-Nachricht an illerwinkel@bund-naturschutz.de  gerne in unserer Krötenhelfer-WhatsApp- Gruppe auf, über die die Sammelschichten und der gemeinsame Austausch organisiert sind. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Besondere Naturmomente sind garantiert.  
 


Einladung zur Vorstandssitzung

Für alle Mitglieder und Interessierte:

Die nächste Vorstandschaftssitzung der Ortsgruppe Legau/Illerwinkel findet

am Dienstag, 21. April 2026 um 19:00 Uhr 
in der alten Schule in Legau statt.

Tagesordnung: 

(werden zeitnah aktualisiert)

Alle BN-Mitglieder und Interessierte sind zu dieser Versammlung herzlich eingeladen. 

Bei Fragen und Anliegen wenden Sie sich bitte per Mail an: illerwinkel@bund-naturschutz.de

 


Schnecken im Garten

Am Samstag haben sich unserer Naturforscher-Kinder mit den gängien Gartenschnecken beschäftigt. Schließlich ist dieses Jahr ein Schneckenjahr - bei dieser feuchten Witterung sind Schnecken sehr aktiv. Dieses Mal trafen wir uns am Wassertretbecken in Lautrach und die Kinder durften ihre gesammelten Schnecken mitbringen. Von der Schnirkel- und Weinbergschnecke war neben einigen Nacktschnecken sogar eine afrikanische Riesenschnecke dabei. Die lebt zwar im Terrarium, wurde aber von den Kindern genauso gerne auf die Hand genommen und bestaunt. 
Und dann haben wir auch schon das Verhalten unserer Versuchsschnecken untersucht. Können Schnecken hören? Was fressen sie, was meiden sie? Werden sie über einen schmalen Stab balancieren? Wir haben verschiedene Stationen aufgebaut und konnten genau untersuchen, wie sie reagieren und sich verhalten. Mit der Lupe durften wir beim Trinken und Fressen zuschauen und durch eine Glasschreibe genau beobachten, wie sie sich fortbewegen.
Am Ende durften die Kinder noch ins Kneippbecken, und alle Schnecken wurden wieder daheim in ihrem Garten ausgesetzt. Uns freut es jedes Mal riesig zu sehen, wie viel Konzentration und Feingefühl unsere Naturforscher-Kinder im Umgang mit Tieren zeigen. Es hat wieder richtig viel Spaß gemacht, vielen Dank und bis zum nächsten Mal! 
Dieter und Martina 

Kinder pflanzen Frühblüher

Eigentlich wollten wir am Samstag das Gebiet eines Bibers aufsuchen und auf Spurensuche gehen. Allerdings hat das Hochwasser der letzten Tage viele Biberdämme zerstört, so dass wir die Aktion verschieben mussten. Also haben wir die Zeit genutzt, um mit den Kindern Frühblüher zu pflanzen. Frühblüher, also Blumen die schon ab Januar beginnen zu wachsen und ab Februar/März anfangen zu blühen, sind im Frühjahr nicht nur schön anzusehen, sondern auch eine wichtige erste Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Grund genug um jetzt aktiv zu werden!


Insgesamt 17 Kinder haben mitgemacht und bei schönem milden Novemberwetter Löcher in die Erde gegraben und über 200 Zwiebeln an verschiedenen Stellen eingepflanzt. Wir sind schon sehr gespannt, wieviele davon wachsen werden und wie bunt es im Frühjahr dort ausschauen wird.
Ein großes Dankeschön geht an die Umweltstation Legau, die uns eine Fläche zur Verfügung gestellt hat!
Das Biberrevier besuchen wir dann Anfang Dezember.


Bis bald!

Dieter und Martina vom Bund Naturschutz OG Legau-Illerwinkel
 


Neue Kindergruppe

In der ersten Aktion für naturinteressierte Illerwinkler Kinder im Alter von 6-12 Jahren ging es letzten Samstag um den Igel und wie wir Menschen ihm helfen können, gute Lebensbedingungen in unseren Gärten zu finden. Das Interesse an der neuen Kindergruppe war gleich riesengroß und so wurden am 28.10. in zwei Gruppen Igelhäuser für den nahenden Winterschlaf gebaut. Die neuen Behausungen werden in naturnahen Gärten aufgestellt und die Kinder erfahren über eine eigene Whatsapp-Gruppe, ob die neuen Unterkünfte von den stacheligen Gesellen angenommen werden. Es ist geplant, dass sich die Kindergruppe einmal im Monat trifft und sich mit unterschiedlichen spannenden Natur- und Umweltthemen altersgerecht aktiv beschäftigt. Ansprechpartner für dieses neue Angebot sind Dieter Klotz (0170 5813333) und Martina Brüchle (0176 4126 7679).


Baumpflanzaktion in Kronburg

Am 25.10.23 pflanzten BN-Mitglieder der Ortsgruppe Legau/Illerwinkel auf der Grünfläche am Parkplatz nahe dem Illerstrand 2 Apfelbäume der alten Sorten „Kaiser Wilhelm“ und „Brettacher“. Dankenswerterweise hatte der örtliche Bauhof bereits 2 Pflanzlöcher in dem recht steinigen Boden vorbereitet. Diese Pflanzaktion gehört zum fast jährlichen Ritual der Ortsgruppe, und im Wechsel werden den 3 Illerwinkel-Gemeinden Bäume geschenkt. Schon Martin Luther soll gesagt haben: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Die beiden Apfelbäume sind ein Beitrag zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt im Illerwinkel und zeichnen sich als alte Sorten durch ihre besondere Robustheit und Pflanzengesundheit aus. Mit diesen Eigenschaften können sie in unserer Umwelt mit den zunehmenden Herausforderungen besser bestehen. Der Wilhelmsapfel hat einen so hohen Polyphenolgehalt, dass er durch diese gesunden Inhaltsstoffe sogar für Allergiker bekömmlich wird. Der Brettacher Gewürzapfel ist eine alte in Süddeutschland verbreitete Sorte. Das Obst beider Bäume wird im Oktober erntereif und zeichnet sich durch eine lange Lagerfähigkeit aus. Durch das Lagern reift der Geschmack sogar noch weiter aus. Die Früchte sind für uns Menschen ganz vielseitig verwertbar, der Wilhelmsapfel ist ein schmackhafter Tafelapfel, der Brettacher eine leckere Frucht zum Backen und Kochen.

Damit beide Bäume an ihrem neuen Standort gut Wurzeln schlagen können, wurde der steinige Boden noch mit einer spontan besorgten Fuhre Humuserde aus einem Privatgarten angereichert und Pfähle zur Sicherung gegen die nächsten Stürme eingesetzt. Der 2. Bürgermeister Herr Kramer freute sich über das lebende Geschenk für seine Gemeinde und legte beim Anbinden der Bäume mit Hand an. Des Weiteren versorgten die BN- Ortsgruppenmitglieder beide Obstbäume mit reichlich Wasser aus der nahen Iller, sodass sie gut anwachsen und zukünftig mit ihren Blüten und Früchten das natürliche Nahrungsangebot bereichern können.

(ckb)


Die Ortsgruppe Legau-Illerwinkel stellt sich vor

Vorsitzende/rvakant
stellv. Vorsitzende/rvakant
SchatzmeisterChristian Wexel
SchriftführerChristiane Krüger-Birk
BeisitzerPeter Birk, Dieter Klotz

Kontakt zur Ortsgruppe Legau-Illerwinkel

Wie problematisch ist der Biber tatsächlich?

Bei der Informationsveranstaltung des BN-Legau-Illerwinkel über den Biber am 07.09. in Lautrach gab es unterhaltsame Informationen vom Fachmann. Gerhard Schwab ist Bibermanager für Südbayern und der Biber ist ihm eine Herzensangelegenheit. Die Informationsveranstaltung startete an der Lautracher Ach beim Sportplatz mit Besichtigung einiger Stellen, an denen Biber aktiv sind. Da Biber sich über den Sommer vor allem von Pflanzen in Ufernähe und nicht von Rinde ernähren, waren kaum frische Fraßspuren zu sehen. Herr Schwab empfahl wertvolle Bäume mit Drahtgitter zu schützen und beschrieb viele positive Wirkungen der Biberaktivität z.B. hinsichtlich Schutz vor Überflutung und Austrocknung. Beim anschließenden Vortrag im Rössle-Saal gab es weitere Informationen im bebilderten Vortrag, unter anderem mit Hinweisen dafür, wie Schadenserstattung geltend gemacht werden können. Herr Schwab unterhielt die Zuhörer mit Humor und Expertise. Es gab ausführlich Zeit für Fragesteller. Für alle Interessierten, die an diesem Abend keine Zeit hatten, können gerne zusätzliche Termine mit dem Bibermanager ausgemacht werden. Herr Schwab freut sich auch auf kritische Fragen und Erfahrungsberichte.

Text: D. Klotz
Bilder: C. Wexel


Artikelserie: Naturschönheiten im Illerwinkel

Vogelbeobachtungsstation am Illerstausee (Autor: Dieter Klotz für BN-Illerwinkel)

Über Youtube können wir uns Löwen und Elefanten in Afrika zeigen lassen und bei Tiefseetauchgängen alles sehen was vor die Kamera kommt. Aber können wir zuhause im Wohnzimmer wirklich beobachten?
Der Landesbund für Vogelschutz betreut die Vogelbeobachtungsstation, die barrierefrei über die Straße von Lautrach nach Ferthofen am Illerstausee zu erreichen ist. Wer sich die Mühe macht aus seinem Wohnzimmer hierher zu kommen, kann jetzt die Ankunft heimischer Vögel aus ihren Winterquartieren beobachten. Man ist sein eigener Kameramann. Es spielen sich faszinierende Ereignisse ab, in Echtzeit. Man kann sehen, hören, riechen und fühlen wie der Frühling die Landschaft verändert und die Tierwelt einlädt. Etwas Zeit sollte man mitbringen, denn es wird einem nichts serviert zusammengefasst und kommentiert wie auf Youtube. Dafür kann man aber Anteil nehmen an den Vorgängen, die kleinen Details erfahren und wenn man immer wieder kommt, kann man Entwicklung wahrnehmen. Man kann Achtung lernen vor majestätischen Wildgänsen und munteren Haubentauchern. Es schult die Selbstwahrnehmung und lehrt Beob-Achtung.