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Veranstaltungen

Die Ortsgruppe Sontheim/Attenhausen stellt sich vor

Vorstandschaft der Ortsgruppe

Der Vorstandschaft gehören an:
Hinten von links: Max Bartholl, Ursi Lerchenmüller, Uwe Brenner, Angie Frieß, Arnold Fries, Dietmar Hörberg (Schriftführer), Harald Jungbold (2. Vorstand), Stefan Schilling, Sebastian Morbach
Vorne von links: Elena Hofmann, Hannlore Kral (1. Vorstand), Verena Schrei, Ulrike Liebhäuser (Kassier)

Vorsitzende der Ortsgruppe:
Hannelore Kral
Salzstr. 32
87776 Sontheim
08336/9937
hannelore.kruemel@t-online.de

Allgemeiner Kontakt zur Ortsgruppe:  
E-Mail: bn-sontheim-attenhausen@web.de


2022


Parkplatzaktion

Ja, wer kommt schon für'n Apfel und n' Ei mit dem Fahrrad beim Laden vorbei? – Oder vielleicht doch? Fahr nicht mit dem Auto fort – kauf am besten hier am Ort. Kommst Du zu Fuß oder mit dem Rad, ist’s auch für die Umwelt eine gute Tat.

Das Auto ist für den Einkauf sehr praktisch, aber manchmal ginge es auch zu Fuß oder mit dem Rad. Probier’s doch mal. Wir vom Bund Naturschutz rufen alle auf, am Samstag dem 04.06.2022 zwischen 10 Uhr und 12 Uhr den Einkauf bei unserem nah & gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu tätigen. Auf Alle, Groß und Klein, die ohne Auto zum Einkaufen kommen, wartet eine kleine Überraschung

Unterstützt wird die Aktion von der Gemeinde Sontheim und nah & gut Fackler.

Ob das Gute Wetter oder die Aussicht auf ein Geschenk ein paar Sontheimer und Attenhausener Bürger dazu bewegt haben, zu Fuß oder mit dem Rad zum Einkaufen zu kommen, wissen wir nicht.

Auf jeden Fall waren es am Samstag, 3.6.22 zwischen 10 Uhr und 12 Uhr 65 Personen, die sich umweltfreudlich zum Einkaufen auf den Weg gemacht haben. Zur Belohnung gab es einen Apfel und ein Ei und, sehr zur Freude für die Kinder, auch noch eine Zuckerwatte! Die im gleichen Zeitraum gezählten 65 Autofahrer mussten allerdings nicht vollkommen leer ausgehen - sie bekamen von uns auch noch Kleinigkeiten sowie Infomaterialien ausgehändigt.

Wir hoffen, ein paar Bürger dazu ermutigt zu haben, in Zukunft öfter mal mit dem Rad oder zu Fuß zum Einkaufen zu gehen.

Es war eine tolle Aktion, die uns sehr viel Spass gemacht hat und die durchwegs positive Resonanz fand. Ein herzliches Dankeschön gilt hier vor allem dem Inhaber des Nah & Gut-Marktes, Herrn Fackler, der die Äpfel und die Eier gespendet hat.


Die Bachmuschelbetreuer*innen waren auch nicht untätig

Abendliche Stimmung im Januar am Stockerbach

Mit Greifzange und Sack bewaffnet ging es los...

 

...immer am Bach entlang.

Und obwohl wir regelmässig Kontrollgänge machen, bei denen wir auch den Müll mitnehmen, war es doch wieder eine ganze Menge.


Gemeinschaftliche Müllsammelaktion der Gemeinde Sontheim

Bei strahlendem Himmel und somit besten Bedingungen haben sich zahlreiche Helfer zusammengefunden, um rund um die Baggerseen den achtlos weggeworfenen oder aber auch illegal entsorgten Müll zu sammeln.


Schneebruch in der Sandgrube

Nach dem der Winter einigen Schaden in der Sandgrube angerichtet hatte, rückte eine kleine aber Hochmotivierte Gruppe am 18.02.22 aus um dies zu beheben.

Voller Einsatz von allen!

Es hat richtig Spass gemacht.


2021


Entbuschung als Naturschutzmassnahme?

Immer wieder werden wir gefragt, warum der BN Entbuschungen durchführt. Als unsere Ortsgruppe Anfang des Jahres die Sontheimer Sandgrube – mit Hilfe des Landschaftpflegeverbandes – wieder in den ursprünglichen Zustand versetzte, stellten uns viele genau diese Frage.

Leider lässt sich diese Frage nicht ganz einfach beantworten, da besonders im Naturschutz immer wieder das Abwägen von Schaden und Nutzen notwendig ist.

Was der einen Art schadet, kann einer Anderen das überleben sichern, so ist es auch in der Sandgrube. Durch den hier vorkommenden mageren Sandboden haben wir einen idealen Standort für gefährdete Pflanzenarten.

Da diese Standorte durch unsere Landnutzung immer seltener werden, gilt es, die noch vorhandenen Standorte in optimaler Weise zu erhalten, so dass die darauf angewiesenen Tier- und Pflanzenarten, die sich auf diese Flächen spezialisiert haben, eine Überlebenschance bekommen.

Leider ist der Druck auf die Flächen enorm hoch, so dass wir oft abwägen müssen. Naturschutzflächen stehen schon lange in Konkurrenz mit Bauland und landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Nicht gerade paradiesische Voraussetzungen für selten gewordene Tier und Pflanzenarten. Aber wie heißt es so schön: „Einfach kann jeder.“ Bei der Arbeit im Naturschutz braucht man eben ein hohes Maß an Idealismus, Enthusiasmus und Durchhaltevermögen!

Im August haben wir an drei verschiedenen Tagen die Sandgrube von der „Kanadischen Goldrute“ befreit. - An dieser Stelle noch mal ein „Dankeschön“ an alle fleißigen Helfer*innen.-  Die Kanadische Goldrute ist eine sog. „Invasive Art“, die sich rasant ausbreiten kann und heimische Pflanzen vollständig verdrängt.

Nach der letzten Mahd, die im September stattfand, war der Boden gut vorbereitet, für die nun folgende Maßnahme.

Ende Oktober wurde durch den Landschaftspflegeverband eine heimische Samenmischung für magere Böden ausgebracht. Nun warten wir gespannt auf das Frühjahr und hoffen, dass für viele seltene Insekten und auch Vogelarten ein kleiner Trittstein entsteht, der hilft, ihr Überleben zu sichern.


Die letzten Arbeiten auf der Streuobstwiese

Damit sich die Mäuse im Winter nicht zu wohl fühlen, wurde zwischen den Heckenpflanzen ausgesenst.


Was lange währt, wird letztlich gut!

Endlich war es so weit, wir hatten den Förderbescheid und konnten mit dem Mähen der Streuobstwiese am neuen Brunnen loslegen. Ende Juli passte dann das Wetter auch noch einmal und so hieß es: „Jetzt oder nie!“

Mit der Hilfe eines ortsansässigen Landwirts wurde die Wiese gemäht und geschwadert, die Sonne machte den Rest. Schon vorher war mit Familie Bilgram besprochen, dass sie das Heu für ihre Esel abnehmen würde. Da wir allerdings wenig Erfahrung mit Heu machen hatten, waren wir über die Menge doch sehr überrascht, und wir überlegten, wie wir so viel Heu wohl am besten lagern könnten.

Bald war uns klar, dass die beste Möglichkeit wäre, Ballen zu pressen. So wurden aus dem Mäh-Gut insgesamt 8 Ballen. Spätestens jetzt war klar: So viel können Bilgrams nicht abnehmen, höchstens 4 Ballen. Also suchten wir Pferde- oder Eselbesitzer als Abnehmer für unser Heu.

Da kam uns der Zufall zu Hilfe. Der Verein „Tierschutz Pur“, dem meine Tochter angehört, bekam einen Hilferuf eines privaten Gnadenhofes, der dringend Heu für seine Tiere suchte und der Kontakt zu uns wurde hergestellt.

Für uns war es Ehrensache zu helfen, gerne spendeten wir die Ballen. Der Verein Tierschutz Pur kümmerte sich um den Transport und die Besitzerin des Gnadenhofes, Ulla Janka, konnte ihr Glück kaum fassen.

Nun wurde das Ganze zu einer „Runden Sache“. So sollte der Idealfall aussehen: Naturschutz, Artenschutz und Tierschutz Hand in Hand!

2020


Unser langjähriges Mitglied, tatkräftiger Helfer und guter Freund, Klaus Bilgram ist verstorben.

Unser langjähriges Mitglied, tatkräftiger Helfer und guter Freund, Klaus Bilgram ist am 18.06.2020 im Beisein seiner Familie verstorben.

In Gedanken sind wir bei Ortrun, Yuri, Verena und der ganzen Familie.

Klaus wird durch seine Taten und sein Wirken im Bund Naturschutz und durch seine Leistungen für die Gemeinschaft und die Gemeinde in Erinnerung bleiben. Auch wenn er nicht mehr da ist, so wird seine Energie und Lebensfreude in uns weiterwirken und Gutes hervorbringen.  Er hat sich mit viel Engagement und Hingabe für seine Familie, die Natur und die Menschen eingesetzt und  immer versucht, alles positiv zu sehen. „Geht nicht gibt‘s nicht“, er machte das Unmögliche möglich; sein Motto: „Des kriag ma scho.“

Sein Geist ist in vielen kleinen Dingen um uns herum lebendig!


Gedenkbaumpflanzung für Klaus Pilgram

An einem strahlenden Novembermorgen traf sich die Vorstandschaft der OG auf dem Dampfsäg-Gelände am Ende des Parkplatzes, um für Klaus Bilgram einen Gedenkbaum zu pflanzen.

Nun steht sie, die Eiche für Klaus.

Als wir uns einig waren, dass wir einen Gedenkbaum pflanzen wollten, stand schnell fest: Eine Eiche soll es sein, denn sie steht für pure Lebenskraft und Stärke. Schon in früheren Zeiten galt sie als Lebensbaum, Gerichtsbaum, und ein weiser Vaterbaum.  Im alten Rom wurden verdiente Bürger mit Eichenlaub ausgezeichnet. Auch heute noch ist sie ein Sinnbild für Standhaftigkeit, Ehrlichkeit, Treue, Kontinuität, Festigkeit, Männlichkeit, Unsterblichkeit und väterliche Weisheit. Eichen gehören zu den wertvollsten Bäumen im Wald. Mehr als 1.000 Tier und Pflanzenarten dient der Baum als Lebensraum und Nahrungsquelle.

So kann man, glaube ich, durchaus sagen, kein Baum hätte besser zu Klaus gepasst als die Eiche. Bei meinen Recherchen zur Eiche fühlte ich mich immer wieder an Klaus und seine ihm ganz eigenen Stärken erinnert und so ist es mir eine große Freude, mit euch zusammen diesen Baum für Klaus gepflanzt zu haben.

Vielleicht werden wir uns, wie es bei Asterix und Obelix der Brauch war, in Zukunft bei besonderen Festen unter dieser Eiche treffen und den Tag mit Wein, Weib/Mann und Gesang ausklingen lassen.


Streuobstwiese am neuen Brunnen

Im November 2018 wurde, unter Mithilfe von gut 40 freiwilligen Helfern und des Landschaftspflegeverbandes, die Streuobstwiese samt Hecke zwischen Sontheim und Attenhausen gepflanzt. Möglich wurde dies durch eine Anfrage bei der Gemeinde, die uns daraufhin die Fläche neben dem neuen Brunnen zur Pacht überließ.

Da wir vor dem Pflanzen alle Bäume mit einem Ballenschutzgitter versehen hatten, um sie vor Wühlmäusen zu sichern, und das gesamte Grundstück eingezäunt hatten, um Rehe und Hasen davon abzuhalten, an unseren Bäumchen zu knabbern, wähnten wir die jungen Bäume in Sicherheit.

Umso größer war unser Entsetzen, als wir nach einigen Wochen feststellen mussten, dass mehrere Bäume an den kleinen Ästen und oben am Beginn der Krone angenagt waren.

Fachleute wurden zu Rate gezogen und das Rätseln war groß. Welches Tier könnte wohl diese Schäden verursacht haben? Ein Förster brachte uns letztendlich auf die richtige Spur, die Rötelmaus. Eigentlich ein kleines possierliches Tierchen, das jedoch großen Schaden anrichten kann. 

Nun wälzten wir Fachliteratur um herauszufinden was zu tun ist. Bald war klar, das ökologische Gleichgewicht ist gestört. Denn auf einer ausgeräumten und intensiv landwirtschaftlich genutzten Fläche haben die Feinde der Rötelmaus und anderer Nützlinge keine Unterschlupfmöglichkeiten, geschweige denn einen Lebensraum.

Also überlegten wir, was zu tun ist, um für Mäusebussard, Mauswiesel, Hermelin, und Co. einen interessanten und strukturreichen Lebensraum zu schaffen, um so der Rötelmaus Einhalt zu gebieten.

Als erstes wurden Sitzstangen für die Greifvögel aufgestellt. Danach errichteten wir Totholzhaufen als Unterschlupf. Hier können auch Igel, Käfer und eine Vielzahl von Insekten, wie z. B. einige Wildbienenarten, ein Zuhause finden. Darauf folgte die schwerste Arbeit, das Errichten von Steinhaufen, als sichere Zuflucht und Behausung nicht nur für das Mauswiesel. Unter den vielen kleineren Steinhügeln zwischen den Hecken werden sich mit der Zeit, so unsere Hoffnung, auch eine Vielzahl von Amphibien und Reptilien, wie Eidechsen und Blindschleichen, einfinden.

Die Arbeit wurde durch die immer strenger werdenden Corona-Auflagen nicht gerade einfacher, aber mit kleinsten Gruppen, meist nur Familienmitglieder und einer weiteren Person, nimmt das Ganze allmählich Gestalt an

Ein großer Dank  an all die fleißigen Heinzelmännchen die an den bisherigen Aktionen auf unserer Streuobstwiese mitgewirkt haben und auch weiter daran teilhaben werden. ♥

So hoffen wir für die Zukunft den Artenreichtum zu fördern und das ökologische Gleichgewicht zu stärken. Unser größter Wunsch wäre es natürlich, viele Menschen zu motivieren, ähnliche Strukturen zu schaffen.

 


Pflanzaktion am "Schlittenhügel"

Mit Feuereifer dabei waren die Kinder bei der Blumenzwiebel Pflanzaktion unserer Kinderwaldgruppe. Bei herrlichstem Herbstwetter "verbuddelten"  wir knapp 700 heimische Blumenzwiebel in der Streuobstwiese am Sontheimer Schlittenhügel. Unterstützt wurden wir dabei von einigen fleißigen Mamas und den Geschwisterkindern. Und jetzt beginnt das gespannte Warten bis zum Frühjahr, wenn unsere Blumen hoffentlich - auf die bisher grüne Wiese - weiße ,gelbe und blaue Farbkleckse zaubern und zudem noch den ersten Insekten als Nahrungsquelle dienen. 


Naturschutz braucht viel Geduld

Für manche Dinge braucht man einen wirklich langen Atem. In diesem Frühjahr wurde unser langjähriger Einsatz auf der „Höbelwiese“ für alle sichtbar: Ein Meer aus Kuckuckslichtnelken machte die Wiese zu einer „Sinfonie in rosa“.

Im Jahr 1987 konnte die Kreisgruppe des BUND-Naturschutz die Wiese von Georg Höbel pachten, die seit dieser Zeit extensiv bewirtschaftet wird. In den darauffolgenden Jahren konnten zwar noch keine großen Veränderungen auf der Fläche wahrgenommen werden, doch allein schon das nur zweimalige Mähen und der späte Schnittzeitpunkt sowie das Unterlassen jeglicher Düngung brachten einen Gewinn für die Artenvielfalt.

Im Jahr 2006 – nun gab es bereits die BN-Ortsgruppe Sontheim/Attenhausen – konnten wir mit Frau Höbel den Pachtvertrag  verlängern. Dank ihres Einverständnisses war es nun möglich, bei der „Tümpelkampagne“ der „Stiftung Kulturlandschaft Günztal“ mitzumachen, um die Fläche ökologisch aufzuwerten. In enger Zusammenarbeit mit der Stiftung, dem Landschaftspflegeverband, ortsansässigen Landwirten und dem BN entstanden Anfang Februar 2006 zwei Wasserstellen, die bereits im März von Amphibien und Libellen angenommen wurden.

Über die Jahre entwickelte sich ein wirklich wunderschönes sogenanntes „Trittstein-Biotop“. Unter einheimischen Jägern wird es gerne als „Juwel der Sontheimer Fluren“ bezeichnet. Eine Vielzahl von Amphibien wie Bergmolch, Laub- und Grasfrosch, ein Heer von Insekten wie Plattbauch-, Pracht- und Mosaiklibelle sowie viele verschiedene Azurjungfern, Schmetterlingsarten wie der Bläuling und Aurorafalter, Wildbienen usw., haben sich dort eingefunden. Im Frühjahr kann man Bekassinen beobachten und eine Vielzahl von Singvögeln fühlen sich dort wohl. Rehe nehmen das Biotop gerne als Unterschlupf an, um ihre Kitze in Sicherheit zu wissen, und nicht zuletzt findet man mittlerweile auch einige selten gewordene Pflanzen, wie den Klappertopf, die Bachnelkenwurz (Blutströpfchen) oder die sibirische Schwertlilie.

Dies alles haben wir Herrn Georg Höbel und seiner Frau zu verdanken, die uns die Schaffung dieses Kleinods erst ermöglicht haben – ein wahres Geschenk für die Gemeinde Sontheim und zukünftige Generationen. Durch dieses Engagement werden sie für uns in würdiger Erinnerung bleiben.


Bachmuschelbetreuer sammeln Müll am Stockerbach

Im Mai waren die Bachmuschelbetreuerinnen Elena und Hannelore am  Stockerbach, fleißig, um den Müll am Bachlauf einzusammeln. Bei strahlendem Sonnenschein hatte selbst der kleine Simon seinen Spaß, dank Amelies Betreuung. So kam einiges an Abfall zusammen. Als Dankeschön konnte eine Bachmuschel beim Ausspritzen der Glochidien (Babymuscheln) beobachtet und gefilmt werden.

Klicke einfach mal rein

Seit 2012 haben wir in Sontheim zwei Bachmuschelbetreuer/innen, die mindestens zweimal im Monat am Stockerbach und Moosgraben nach dem Rechten sehen. Die Idee, Betreuer/innen vor Ort zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel einzusetzen, war ein Novum für Bayern. Im Rahmen des 2009 initiierten Biodiversitäts-Projektes „Bachmuscheln im Unterallgäu“ wurde bereits viel für die Bestände der Muschel getan. Ziel der Betreuung ist es, dass ehrenamtliche Helfer vor Ort die Bäche mit Vorkommen der Bachmuscheln regelmäßig kontrollieren und dadurch auf Probleme, Gefahren, aber auch Chancen frühzeitig aufmerksam werden.

Wenn sie mehr zu diesem Thema lesen möchten, schauen sie doch einfach mal auf diese Seite:

www.bachmuschel.de


Müllsammelaktion an den Baggerseen und Sodenbach

Hannelore begrüßt alle Helfer.

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem Uwe uns den Gebieten zugeteilt hatte legten wir los.

 

 

 

 

 

 

Weil wir so viele waren, konnte eine Gruppe am Sodenbach sammeln.

 

 

 

 

 

 

Es war eine tolle Aktion, die allen Spass gemacht hat. Sooo viel Müll und das nur von den Baggerseen. Am Sodenbach war es auch noch eine Riesen Menge, Ein Dankeschön an alle Helfer und an die Gemeinde fürs Abtransportieren des Mülls.


Wildkatzenmonitoring in Südbayern

Im Februar war es wieder soweit: Es wurde nach Vorkommen der Wildkatzen in den Wäldern Südbayerns gesucht!

Schon  vor fünf Jahren waren wir als Lockstockbetreuer dabei, als im Rahmen des damaligen Projekts Wildkatzensprung das erste große Monitoring lief. Damals konnten man zwar nur in wenigen Gebieten Nachweise erbringen (u.a. Memminger Stadtwald), seither geht man aber davon aus, dass wir eine Wiederbesiedelung der südbayerischen Wälder durch die Wildkatze miterleben.

Umso spannender wird die Wiederholung der Untersuchung! Hat die Wildkatze es geschafft, in neue Gebiete vorzudringen? Finden wir größere Dichten in den Wäldern mit bisherigen Einzelnachweisen?

Der Beginn der Suchaktion war Mitte Februar und endete nach acht wöchentlichen Kontrolldurchgängen im April/Mai. Unsere Ortsgruppe beteiligte sich mit 4 Gruppen: Angie Frieß und die Kindergruppe, Dietmar Hörberg mit unseren Müpfen, Familie Liebhäuser, Elena Hofmann mit Felix und Simon begleitet durch Hannelore und Amelie Kral.

Verwechslungsgefahr Wild- und Hauskatze

Die BUND-Kolleg*innen der Bundesländer mit hoher Wildkatzendichte kennen das Problem schon länger, jetzt scheinen sich solche Fälle auch in Bayern zu häufen:

Spaziergänger im Wald entdecken (vermeintlich) ausgesetzte Katzenbabies und nehmen sie mit nach Hause oder bringen sie ins Tierheim. Dort wundert man sich über das „wilde“, teils aggressive Verhalten der Kätzchen. Meist klingeln dann irgendwann bei den Wildkatzen-Expert*innen die Telefone…

Um besser entscheiden zu können, ob es sich bei dem gefundenen Tier vielleicht um eine Wildkatze handeln könnte und an wen man sich dann wendet, hat der BUND Bundesverband daher ein Faltblatt und einen Handlungsleitfaden herausgebracht.

Beides findet ihr im Anhang. Bei Bedarf senden wir euch gerne einige gedruckte Exemplare des Faltblatts zu. Bitte unter wildkatze@bund-naturschutz.de bestellen.

Weitere Informationen zum Umgang mit „wilden Katzen“ findet ihr auch unter www.europäischewildkatze.de oder www.retscheider-hof.de

Neuer Wildkatzen-Erlebnispfad im Landkreis Lichtenfels

In enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Herzoglich Bayerischen Forstgutes Banz und der Schlosserei Thomas Limmer aus Burgkunstadt entstand auf Initiative der BN-Kreisgruppe Lichtenfels ein neuer Wildkatzenlehrpfad im Banzer Wald.

Start- und Endpunkt ist direkt hinter dem Kletterwald oberhalb des Kloster Banz, mit wunderbarem Ausblick ins Tal. Der etwa 1,2 km lange Rundweg ist besonders für Familien mit Kindern geeignet und bietet neben vielen Informationen zur Wildkatze auch einige Mitmachstationen.

Im Banzer Wald sind in den vergangenen Jahren mehrfach Wildkatzen mithilfe der Lockstockmethode nachgewiesen worden. Weitere Informationen zum Wildkatzenpfad unter https://lichtenfels.bund-naturschutz.de/



2019


Aktionstage in der Dampfsäg

Impressionen:

 

Hier ein paar Eindrücke zu den Aktionstagen in der Dampfsäg.


2018

Streuobstwiese am Flachbrunnen

Schon länger hatten wir die Idee, neuen Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel zu schaffen. Hierzu hat uns die Gemeinde Sontheim am neuen Flachbrunnen zwischen Sontheim und Attenhausen eine Fläche zur Verfügung gestellt. Über 40 freiwillige Helfer aus der Bevölkerung unterstützten uns bei dieser Aktion. Auch die Jugendlichen der Müpfegruppe brachten ihre Energie mit ein.

Bei zunächst frischen Temperaturen am Morgen wurden teils von Hand und maschinell die nötigen Löcher gegraben und die Bäume sowie die Sträucher für die Hecke eingebracht. Insgesamt wurden 25 Hochstamm-Obstbäume, 4 Ebereschen und 4 Feldahorne gepflanzt. Die Hecke, bestehend aus 132 Sträuchern, darunter  Schlehe, Holunder, Weißdorn und Schneeball hat eine Gesamtlänge von ca. 100m. 

Bachmuschel am Stockerbach

Durch den langen Zeitraum ohne Niederschlag sind der Moosgraben und der Stockerbach zum grössten Teil ausgetrocknet, nur ein Teilstück direkt an der Einmündung zur Günz führt noch etwas Wasser. Der Durchfluss zur Günz wurde durch eine alten kleinen Biberdamm versperrt. Zunächst wurden 200 Bachmuscheln, die stark vor dem Austrocknen bedroht waren umgesiedelt. Am folgenden Tag konnten dann mit der Unterstützung von 11 Helfern weitere 800 Muscheln gerettet werden, auch konnte die Verbindung zur Günz wieder hergestellt werden. Nun warten wir auf Regen, damit die Wasserstände wieder steigen. 

Nachdem der Winter vor der Tür steht, war es an der Zeit, die im August umgesiedelten Bachmuscheln an ihren Ursprungsort zurückzubringen. Mit der Hilfe der Müpfegruppe wurden zunächst 214 Bachmuscheln genau vermessen, um wertvolle Daten zu erfassen. Anschliessend verteilte man sie zusammen mit dem Rest der Muscheln an unterschiedlichen Stellen im Bach..

Ruhebank am "Schlittenhügel"

Mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung der "Müpfegruppe" haben unsere beiden Mitglieder Dietmar und Uwe für einen weiteren Platz zum Ausruhen gesorgt. Im Süden von Sontheim lädt eine massive Bank zu einer kleinen Pause ein, sie wurde von den Kindern liebevoll mit Scherben aus Fliesen verziert und steht nun am Dorfrand mit Blick in die Alpen.

Amphibien-Retter in Aktion

Seit 2003 wird zwischen Attenhausen und Westerheim von unserer Ortsgruppe eine Amphibienschutzaktion durchgeführt.

Im Frühjahr wurden wieder ca. 3.000 Amphibien - vor allem Erdkröten und Grasfrösche - sicher über die Straße getragen. Auch der Schutzzaun wurde von unseren Helfern auf- und abgebaut.

Von unserer Amphibienschutzaktion wurde heuer im Radio und von Zeitungen berichtet. Auch wurde ein YouTube-Video gedreht um für diese Arbeit zu werben. Denn nicht überall gibt es Helfer, die sich der gefährdeten Amphibien annehmen.
Klick doch mal rein:

Amphibienrettungs-Aktion abgeschlossen

Bereits seit 15 Jahren setzt sich unsere Ortsgruppe für Amphibien ein. Wie jedes Jahr bauten wir auch heuer (nun schon zum 16ten mal) im zeitigen Frühjahr den ca. 600 Meter langen Schutzzaun zwischen Attenhausen und Westerheim an den Baggerseen auf.

Am Morgen und Abend wurde der Zaun von insgesamt 30 Helfern abgelaufen, die Amphibien eingesammelt und sicher über die Straße getragen. Insgesamt waren es 2.315 Kröten, 643 Frösche und 17 Molche. Somit knapp 3.000 Amphibien.

Für den Zaun Auf- und Abbau haben wir 59 Stunden benötigt. Weitere 108 Stunden wurde gesammelt. 

Alljährlich beschließen wir diese Aktion mit einem gemeinsamen Helferfest in unserem "Vereinsheim" - der Dampfsäg. Hier sind wir alle gerne und Familie Bilgram ist nicht nur ein hervorragender Gastgeber, sondern auch jährlich bei der Amphibienaktion aktiv mit dabei.

Besonders prämiert wird an diesem Helferfest das Team, mit den meisten gesammelten Amphibien. In diesem Jahr war das Familie Beetz mit 607 geretteten Amphibien.
Hannelore Kral, Vorstand unserer Ortsgruppe und Organisator der Amphibienaktion überreichte den Wander-Froschkönig und dankt natürlich allen Helfern für Ihren tollen Einsatz.

Wie immer hatten wir einen schönen gemeinsamen Abend und Jedem der diese Zeilen liest und noch nicht bei dieser oder einer vergleichbaren Aktion mit dabei ist sei gesagt: Mach auch Du mit - bei uns oder an einem anderen Ort. Die Natur braucht unsere Hilfe und es ist ein tolles Gefühl gemeinsam etwas für die Natur zu leisten.


2017

RAMADAMA

Am 04. November waren Kinder und die Vorstandschaft der BN – Ortsgruppe Sontheim / Attenhausen zusammen mit freiwilligen Helfern und Bürgermeister Alfred Gänsdorfer  rund um die Baggerseen unterwegs und haben den Müll der vergangenen Badesaison gesammelt. Über zahlreiche Flaschen und Plastiktüten bis hin zu einem Fahrrad und einem Liegestuhl hatte sich einiges angesammelt.