Amphibien auf Wanderschaft - HelferInnen gesucht!
Aufgrund des milden und feuchten Wetters gehen vielerorts die ersten Amphibien auf Wanderschaft – auch im Unterallgäu und Memmingen. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen sie oftmals Straßen überqueren. Die BN-Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu hat deshalb bereits Zäune aufgestellt. An 18 Stellen wird gesammelt. Die größte Mitmachaktion des BUND Naturschutz rettet jährlich bis zu einer halben Million Amphibien das Leben.
Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden sind die Amphibien unterwegs und laufen Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. In diesen Wochen sind wieder Ehrenamtliche der BN-Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu an Straßenrändern unterwegs, bauen Amphibienzäune auf und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Mitte April muss man mit wandernden Amphibien rechnen. „Unsere Helfer*innen sind in aller Früh oder am späten Abend unterwegs und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Arten in Bayern“, so Silke Lotterbach von der BN-Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu.
Deshalb ist jede Hilfe wichtig: Wer die Kreis- und Ortsgruppen des BN unterstützen will, wendet sich bitte an memmingen-unterallgaeu@bn.de
Um die Amphibien vor dem Straßentod zu schützen, helfen in ganz Bayern insgesamt etwa 6.000 Freiwillige und retten jährlich bis zu 500.000 Amphibien. Dort, wo sichere Durchgänge fehlen, werden Schutzzäune an Straßen aufgebaut. Kröten, Frösche und Molche wandern am Zaun entlang und fallen dann in die Fangeimer, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt sind. Die Amphibienretter leeren täglich die Eimer, notieren die gefundenen Tiere, und tragen die Lurche anschließend über die Straße. Dadurch können die Daten gut mit denen der Vorjahre verglichen werden.
„In den letzten Jahren kommen von unseren Aktiven aus ganz Bayern alarmierende Signale. An den meisten Übergängen werden selbst Allerweltarten wie Erdkröte und Grasfrosch weniger. Auch an unseren Zäunen können wir einen Rückgang der Amphibien feststellen“, erklärt Silke Lotterbach.
Der BN bittet alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. „Jeder sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und sein Fahrtempo freiwillig auf Straßen reduzieren, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen. Nicht nur wegen der Lurche, sondern auch für die Helfer*innen, die am Straßenrand Tiere einsammeln“, so die BN-Naturschutzexpertin.
Besonders in Memmingen werden dringend AmphibiensammlerInnen gesucht!
Hier finden Sie alle unsere Sammelstellen und weitere Infos.
Einmal jährlich bringt die Kreisgruppe die BNachrichten in gedruckter Form heraus. Es geht dabei vor allem darum, die Mitglieder über die Kreisgruppenarbeit zu informieren, die nicht digital erreichbar sind.

















