Unser langjähriges Mitglied, tatkräftiger Helfer und guter Freund, Klaus Bilgram ist verstorben.

Unser langjähriges Mitglied, tatkräftiger Helfer und guter Freund, Klaus Bilgram ist am 18.06.2020 im Beisein seiner Familie verstorben.

In Gedanken sind wir bei Ortrun, Yuri, Verena und der ganzen Familie.

Klaus wird durch seine Taten und sein Wirken im Bund Naturschutz und durch seine Leistungen für die Gemeinschaft und die Gemeinde in Erinnerung bleiben. Auch wenn er nicht mehr da ist, so wird seine Energie und Lebensfreude in uns weiterwirken und Gutes hervorbringen.  Er hat sich mit viel Engagement und Hingabe für seine Familie, die Natur und die Menschen eingesetzt und  immer versucht, alles positiv zu sehen. „Geht nicht gibt‘s nicht“, er machte das Unmögliche möglich; sein Motto: „Des kriag ma scho.“

Sein Geist ist in vielen kleinen Dingen um uns herum lebendig!

Die Ortsgruppe Sontheim/Attenhausen stellt sich vor

Vorstandschaft der Ortsgruppe

Der Vorstandschaft gehören an:
Hinten von links: Max Bartholl, Ursi Lerchenmüller, Uwe Brenner, Angie Frieß, Arnold Fries, Dietmar Hörberg (Schriftführer), Harald Jungbold (2. Vorstand), Stefan Schilling, Sebastian Morbach
Vorne von links: Elena Hofmann, Hannlore Kral (1. Vorstand), Verena Schrei, Ulrike Liebhäuser (Kassier)

Vorsitzende der Ortsgruppe:
Hannelore Kral
Salzstr. 32
87776 Sontheim
08336/9937
hannelore.kruemel@t-online.de

Allgemeiner Kontakt zur Ortsgruppe:  
E-Mail: bn-sontheim-attenhausen@web.de


2020


Naturschutz braucht viel Geduld

Für manche Dinge braucht man einen wirklich langen Atem. In diesem Frühjahr wurde unser langjähriger Einsatz auf der „Höbelwiese“ für alle sichtbar: Ein Meer aus Kuckuckslichtnelken machte die Wiese zu einer „Sinfonie in rosa“.

Im Jahr 1987 konnte die Kreisgruppe des BUND-Naturschutz die Wiese von Georg Höbel pachten, die seit dieser Zeit extensiv bewirtschaftet wird. In den darauffolgenden Jahren konnten zwar noch keine großen Veränderungen auf der Fläche wahrgenommen werden, doch allein schon das nur zweimalige Mähen und der späte Schnittzeitpunkt sowie das Unterlassen jeglicher Düngung brachten einen Gewinn für die Artenvielfalt.

Im Jahr 2006 – nun gab es bereits die BN-Ortsgruppe Sontheim/Attenhausen – konnten wir mit Frau Höbel den Pachtvertrag  verlängern. Dank ihres Einverständnisses war es nun möglich, bei der „Tümpelkampagne“ der „Stiftung Kulturlandschaft Günztal“ mitzumachen, um die Fläche ökologisch aufzuwerten. In enger Zusammenarbeit mit der Stiftung, dem Landschaftspflegeverband, ortsansässigen Landwirten und dem BN entstanden Anfang Februar 2006 zwei Wasserstellen, die bereits im März von Amphibien und Libellen angenommen wurden.

Über die Jahre entwickelte sich ein wirklich wunderschönes sogenanntes „Trittstein-Biotop“. Unter einheimischen Jägern wird es gerne als „Juwel der Sontheimer Fluren“ bezeichnet. Eine Vielzahl von Amphibien wie Bergmolch, Laub- und Grasfrosch, ein Heer von Insekten wie Plattbauch-, Pracht- und Mosaiklibelle sowie viele verschiedene Azurjungfern, Schmetterlingsarten wie der Bläuling und Aurorafalter, Wildbienen usw., haben sich dort eingefunden. Im Frühjahr kann man Bekassinen beobachten und eine Vielzahl von Singvögeln fühlen sich dort wohl. Rehe nehmen das Biotop gerne als Unterschlupf an, um ihre Kitze in Sicherheit zu wissen, und nicht zuletzt findet man mittlerweile auch einige selten gewordene Pflanzen, wie den Klappertopf, die Bachnelkenwurz (Blutströpfchen) oder die sibirische Schwertlilie.

Dies alles haben wir Herrn Georg Höbel und seiner Frau zu verdanken, die uns die Schaffung dieses Kleinods erst ermöglicht haben – ein wahres Geschenk für die Gemeinde Sontheim und zukünftige Generationen. Durch dieses Engagement werden sie für uns in würdiger Erinnerung bleiben.


Bachmuschelbetreuer sammeln Müll am Stockerbach

Im Mai waren die Bachmuschelbetreuerinnen Elena und Hannelore am  Stockerbach, fleißig, um den Müll am Bachlauf einzusammeln. Bei strahlendem Sonnenschein hatte selbst der kleine Simon seinen Spaß, dank Amelies Betreuung. So kam einiges an Abfall zusammen. Als Dankeschön konnte eine Bachmuschel beim Ausspritzen der Glochidien (Babymuscheln) beobachtet und gefilmt werden.

Klicke einfach mal rein

Seit 2012 haben wir in Sontheim zwei Bachmuschelbetreuer/innen, die mindestens zweimal im Monat am Stockerbach und Moosgraben nach dem Rechten sehen. Die Idee, Betreuer/innen vor Ort zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel einzusetzen, war ein Novum für Bayern. Im Rahmen des 2009 initiierten Biodiversitäts-Projektes „Bachmuscheln im Unterallgäu“ wurde bereits viel für die Bestände der Muschel getan. Ziel der Betreuung ist es, dass ehrenamtliche Helfer vor Ort die Bäche mit Vorkommen der Bachmuscheln regelmäßig kontrollieren und dadurch auf Probleme, Gefahren, aber auch Chancen frühzeitig aufmerksam werden.

Wenn sie mehr zu diesem Thema lesen möchten, schauen sie doch einfach mal auf diese Seite:

www.bachmuschel.de


Müllsammelaktion an den Baggerseen und Sodenbach

Hannelore begrüßt alle Helfer.

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem Uwe uns den Gebieten zugeteilt hatte legten wir los.

 

 

 

 

 

 

Weil wir so viele waren, konnte eine Gruppe am Sodenbach sammeln.

 

 

 

 

 

 

Es war eine tolle Aktion, die allen Spass gemacht hat. Sooo viel Müll und das nur von den Baggerseen. Am Sodenbach war es auch noch eine Riesen Menge, Ein Dankeschön an alle Helfer und an die Gemeinde fürs Abtransportieren des Mülls.


Wildkatzenmonitoring in Südbayern

Im Februar war es wieder soweit: Es wurde nach Vorkommen der Wildkatzen in den Wäldern Südbayerns gesucht!

Schon  vor fünf Jahren waren wir als Lockstockbetreuer dabei, als im Rahmen des damaligen Projekts Wildkatzensprung das erste große Monitoring lief. Damals konnten man zwar nur in wenigen Gebieten Nachweise erbringen (u.a. Memminger Stadtwald), seither geht man aber davon aus, dass wir eine Wiederbesiedelung der südbayerischen Wälder durch die Wildkatze miterleben.

Umso spannender wird die Wiederholung der Untersuchung! Hat die Wildkatze es geschafft, in neue Gebiete vorzudringen? Finden wir größere Dichten in den Wäldern mit bisherigen Einzelnachweisen?

Der Beginn der Suchaktion war Mitte Februar und endete nach acht wöchentlichen Kontrolldurchgängen im April/Mai. Unsere Ortsgruppe beteiligte sich mit 4 Gruppen: Angie Frieß und die Kindergruppe, Dietmar Hörberg mit unseren Müpfen, Familie Liebhäuser, Elena Hofmann mit Felix und Simon begleitet durch Hannelore und Amelie Kral.

Verwechslungsgefahr Wild- und Hauskatze

Die BUND-Kolleg*innen der Bundesländer mit hoher Wildkatzendichte kennen das Problem schon länger, jetzt scheinen sich solche Fälle auch in Bayern zu häufen:

Spaziergänger im Wald entdecken (vermeintlich) ausgesetzte Katzenbabies und nehmen sie mit nach Hause oder bringen sie ins Tierheim. Dort wundert man sich über das „wilde“, teils aggressive Verhalten der Kätzchen. Meist klingeln dann irgendwann bei den Wildkatzen-Expert*innen die Telefone…

Um besser entscheiden zu können, ob es sich bei dem gefundenen Tier vielleicht um eine Wildkatze handeln könnte und an wen man sich dann wendet, hat der BUND Bundesverband daher ein Faltblatt und einen Handlungsleitfaden herausgebracht.

Beides findet ihr im Anhang. Bei Bedarf senden wir euch gerne einige gedruckte Exemplare des Faltblatts zu. Bitte unter wildkatze@bund-naturschutz.de bestellen.

Weitere Informationen zum Umgang mit „wilden Katzen“ findet ihr auch unter www.europäischewildkatze.de oder www.retscheider-hof.de

Neuer Wildkatzen-Erlebnispfad im Landkreis Lichtenfels

In enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Herzoglich Bayerischen Forstgutes Banz und der Schlosserei Thomas Limmer aus Burgkunstadt entstand auf Initiative der BN-Kreisgruppe Lichtenfels ein neuer Wildkatzenlehrpfad im Banzer Wald.

Start- und Endpunkt ist direkt hinter dem Kletterwald oberhalb des Kloster Banz, mit wunderbarem Ausblick ins Tal. Der etwa 1,2 km lange Rundweg ist besonders für Familien mit Kindern geeignet und bietet neben vielen Informationen zur Wildkatze auch einige Mitmachstationen.

Im Banzer Wald sind in den vergangenen Jahren mehrfach Wildkatzen mithilfe der Lockstockmethode nachgewiesen worden. Weitere Informationen zum Wildkatzenpfad unter https://lichtenfels.bund-naturschutz.de/



2019


Aktionstage in der Dampfsäg

Impressionen:

 

Hier ein paar Eindrücke zu den Aktionstagen in der Dampfsäg.


2018

Streuobstwiese am Flachbrunnen

Schon länger hatten wir die Idee, neuen Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel zu schaffen. Hierzu hat uns die Gemeinde Sontheim am neuen Flachbrunnen zwischen Sontheim und Attenhausen eine Fläche zur Verfügung gestellt. Über 40 freiwillige Helfer aus der Bevölkerung unterstützten uns bei dieser Aktion. Auch die Jugendlichen der Müpfegruppe brachten ihre Energie mit ein.

Bei zunächst frischen Temperaturen am Morgen wurden teils von Hand und maschinell die nötigen Löcher gegraben und die Bäume sowie die Sträucher für die Hecke eingebracht. Insgesamt wurden 25 Hochstamm-Obstbäume, 4 Ebereschen und 4 Feldahorne gepflanzt. Die Hecke, bestehend aus 132 Sträuchern, darunter  Schlehe, Holunder, Weißdorn und Schneeball hat eine Gesamtlänge von ca. 100m. 

Bachmuschel am Stockerbach

Durch den langen Zeitraum ohne Niederschlag sind der Moosgraben und der Stockerbach zum grössten Teil ausgetrocknet, nur ein Teilstück direkt an der Einmündung zur Günz führt noch etwas Wasser. Der Durchfluss zur Günz wurde durch eine alten kleinen Biberdamm versperrt. Zunächst wurden 200 Bachmuscheln, die stark vor dem Austrocknen bedroht waren umgesiedelt. Am folgenden Tag konnten dann mit der Unterstützung von 11 Helfern weitere 800 Muscheln gerettet werden, auch konnte die Verbindung zur Günz wieder hergestellt werden. Nun warten wir auf Regen, damit die Wasserstände wieder steigen. 

Nachdem der Winter vor der Tür steht, war es an der Zeit, die im August umgesiedelten Bachmuscheln an ihren Ursprungsort zurückzubringen. Mit der Hilfe der Müpfegruppe wurden zunächst 214 Bachmuscheln genau vermessen, um wertvolle Daten zu erfassen. Anschliessend verteilte man sie zusammen mit dem Rest der Muscheln an unterschiedlichen Stellen im Bach..

Ruhebank am "Schlittenhügel"

Mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung der "Müpfegruppe" haben unsere beiden Mitglieder Dietmar und Uwe für einen weiteren Platz zum Ausruhen gesorgt. Im Süden von Sontheim lädt eine massive Bank zu einer kleinen Pause ein, sie wurde von den Kindern liebevoll mit Scherben aus Fliesen verziert und steht nun am Dorfrand mit Blick in die Alpen.

Amphibien-Retter in Aktion

Seit 2003 wird zwischen Attenhausen und Westerheim von unserer Ortsgruppe eine Amphibienschutzaktion durchgeführt.

Im Frühjahr wurden wieder ca. 3.000 Amphibien - vor allem Erdkröten und Grasfrösche - sicher über die Straße getragen. Auch der Schutzzaun wurde von unseren Helfern auf- und abgebaut.

Von unserer Amphibienschutzaktion wurde heuer im Radio und von Zeitungen berichtet. Auch wurde ein YouTube-Video gedreht um für diese Arbeit zu werben. Denn nicht überall gibt es Helfer, die sich der gefährdeten Amphibien annehmen.
Klick doch mal rein:

Amphibienrettungs-Aktion abgeschlossen

Bereits seit 15 Jahren setzt sich unsere Ortsgruppe für Amphibien ein. Wie jedes Jahr bauten wir auch heuer (nun schon zum 16ten mal) im zeitigen Frühjahr den ca. 600 Meter langen Schutzzaun zwischen Attenhausen und Westerheim an den Baggerseen auf.

Am Morgen und Abend wurde der Zaun von insgesamt 30 Helfern abgelaufen, die Amphibien eingesammelt und sicher über die Straße getragen. Insgesamt waren es 2.315 Kröten, 643 Frösche und 17 Molche. Somit knapp 3.000 Amphibien.

Für den Zaun Auf- und Abbau haben wir 59 Stunden benötigt. Weitere 108 Stunden wurde gesammelt. 

Alljährlich beschließen wir diese Aktion mit einem gemeinsamen Helferfest in unserem "Vereinsheim" - der Dampfsäg. Hier sind wir alle gerne und Familie Bilgram ist nicht nur ein hervorragender Gastgeber, sondern auch jährlich bei der Amphibienaktion aktiv mit dabei.

Besonders prämiert wird an diesem Helferfest das Team, mit den meisten gesammelten Amphibien. In diesem Jahr war das Familie Beetz mit 607 geretteten Amphibien.
Hannelore Kral, Vorstand unserer Ortsgruppe und Organisator der Amphibienaktion überreichte den Wander-Froschkönig und dankt natürlich allen Helfern für Ihren tollen Einsatz.

Wie immer hatten wir einen schönen gemeinsamen Abend und Jedem der diese Zeilen liest und noch nicht bei dieser oder einer vergleichbaren Aktion mit dabei ist sei gesagt: Mach auch Du mit - bei uns oder an einem anderen Ort. Die Natur braucht unsere Hilfe und es ist ein tolles Gefühl gemeinsam etwas für die Natur zu leisten.


2017

RAMADAMA

Am 04. November waren Kinder und die Vorstandschaft der BN – Ortsgruppe Sontheim / Attenhausen zusammen mit freiwilligen Helfern und Bürgermeister Alfred Gänsdorfer  rund um die Baggerseen unterwegs und haben den Müll der vergangenen Badesaison gesammelt. Über zahlreiche Flaschen und Plastiktüten bis hin zu einem Fahrrad und einem Liegestuhl hatte sich einiges angesammelt.