Biber und die Estrichmatten

Staunen und Entsetzen liegen häufig ziemlich nah beieinander. So kamen wir aus dem Staunen nicht heraus, als wir uns am (gefühlt?) einzigen verschneiten Tag diesen Winters im Hillental trafen. Eigentlich ging es darum, Möglichkeiten auszuloten, wie wir die Weiher am geschicktesten für den Naturschutz gestalten können.

Doch ein Gestalter war schon fleißig am Werk. Und wir waren erstaunt, was er (oder sie?) in einer Nacht alles erledigt hatte – die Spuren waren ja taufrisch: Vielen, stattlichen Buchen am Wegesrand hatte er schon einen fatalen Ring verpasst. Jetzt hieß es schnell handeln.

Die untere Naturschutzbehörde stellt zum Glück Estrichmatten zur Verfügung, um einzelne ökologisch wertvolle Bäume vor dem emsigen Treiben von Bibern zu schützen. Diese mussten wir also beim Bauhof abholen, und dann ab damit ins Hillental.

An einem sonnigen Samstag waren die 22 Matten mit Hilfe der 12 fleißigen Hände flink mit einigen Drähten an den für den Biber scheinbar weniger bekömmlichen Eichen und Erlen befestigt.

Auch wenn unsere Aktion dem Biber zunächst nicht unbedingt gefallen wird, geht es uns darum die Fläche gemeinsam mit ihm zu gestalten, sodass sein Lebensraum erhalten und für viele weitere geschaffen wird.

Dank geht an:

  • Clemens und Wolfgang fürs Entdecken
  • Wolfgang und Silke fürs Vorbereiten
  • Wolfgang, Andi, Simon, Felicitas, Teresa und Frederik fürs Helfen!

Sei beim nächsten Mal dabei!

Da uns die Estrichmatten ausgegangen sind, werden wir wiederkommen. Wer mitmachen möchte, meldet sich gerne unter mindelheim@bn.de!