Hier finden Sie ausführliche Informationen:
Tagungsband Wildkatzen-Symposium 2016

In Tussenhausen und in Memmingen konnte die scheue Katze nachgewiesen werden.
Lesen Sie hier den Zeitungsbericht.


Die Europäische Wildkatze

Wildkatzen (Felis silvestris silvestris) sind keine verwilderten Haustiere. Sie haben eine andere genetische Herkunft als Hauskatzen, sind jedoch in Färbung und Körpergröße unserer Hauskatze sehr ähnlich. Die Wildkatze, die seit mindestens 300.000 Jahren in den Wäldern Mitteleuropas lebt, entwickelte sich niemals zu einer Haustierrasse.

Die vier bis fünf Kilogramm schweren Wildtiere ernähren sich hauptsächlich von Mäusen. Früher wurden sie als blutrünstiger Nahrungskonkurrent des Menschen abgestempelt. Die Aussetzung von Jagdprämien und ihre gnadenlose Verfolgung führten, ähnlich wie bei Wolf und Luchs, zur fast völligen Ausrottung. Die Wildkatze verschwand schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Bayern. Aus dem Bayerischen Wald ist die letzte Erlegung aus dem Jahr 1914 bekannt.

Mehr Infos zur Wildkatze und zum Rettungsnetz.


Baldrian zum Anlocken: die Lockstockmethode

Wildkatzen sind extrem scheu, sehr selten zu sehen und auch nur schwierig von manchmal ähnlich gefärbten Hauskatzen zu unterscheiden.
Um die Katzen aufzuspüren nutzt man ihre Vorliebe für Baldrian. Bei der Lockstockmethode besprüht man aufgeraute Holzlatten mit Baldrian und stellt diese an ausgewählten Standorten auf. Katzen werden durch den für sie faszinierenden Geruch angelockt. Sie reiben sich an den Lockstöcken und dabei bleiben Haare an der rauen Oberfläche hängen. Die Haare werden im Labor genetisch untersucht. Nur so kann eindeutig festgestellt werden, ob die vorgefundenen Haare von einer Wildkatze stammen.
Ehrenamtlicher Katzenfreund im Einsatz am Lockstock: Bericht der Ausgburger Allgemeinen

Suche nach der scheuen Wildkatze südlich der Donau

2015 waren in den Allgäuer Landkreisen ca. 40 Ehrenamtliche unterwegs, um im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Bund Naturschutz (BN), den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung verstärkt nach der extrem scheuen Wildkatze "Ausschau" zu halten.
Am 6. Februar stellten der BUND Naturschutz, das Landwirtschaftsministerium und die Bayerischen Staatsforsten die Ergebnisse der Suchaktion des Jahres 2015 vor 130 Teilnehmern in Freising vor.
Durch eine weltweit einmalige Untersuchung der Wildkatzenbestände mit einem bespiellosen ehrenamtlichen Einsatz wissen wir heute: Die Wildkatze breitet sich von Nordbayern kommend allmählich auch in Südbayern, insbesondere in Schwaben, aus. Gesamte Pressemitteilung des BN

Informationen zu Naturschutzprojekten der Kreisgruppe

In diesem Bereich finden Sie Informationen zu Naturschutz- und Artenschutzprojekten der Kreisgruppe Memmingen/Unterallgäu