Luchs in Gefahr



Suche nach der scheuen Wildkatze südlich der Donau

2015 waren in den Allgäuer Landkreisen ca. 40 Ehrenamtliche unterwegs, um im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Bund Naturschutz (BN), den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung verstärkt nach der extrem scheuen Wildkatze "Ausschau" zu halten.
Am 6. Februar stellten der BUND Naturschutz, das Landwirtschaftsministerium und die Bayerischen Staatsforsten die Ergebnisse der Suchaktion des Jahres 2015 vor 130 Teilnehmern in Freising vor.
Durch eine weltweit einmalige Untersuchung der Wildkatzenbestände mit einem bespiellosen ehrenamtlichen Einsatz wissen wir heute: Die Wildkatze breitet sich von Nordbayern kommend allmählich auch in Südbayern, insbesondere in Schwaben, aus. Gesamte Pressemitteilung des BN

Die Europäische Wildkatze

Wildkatzen (Felis silvestris silvestris) sind keine verwilderten Haustiere. Sie haben eine andere genetische Herkunft als Hauskatzen, sind jedoch in Färbung und Körpergröße unserer Hauskatze sehr ähnlich. Die Wildkatze, die seit mindestens 300.000 Jahren in den Wäldern Mitteleuropas lebt, entwickelte sich niemals zu einer Haustierrasse.

Die vier bis fünf Kilogramm schweren Wildtiere ernähren sich hauptsächlich von Mäusen. Früher wurden sie als blutrünstige Nahrungskonkurrent des Menschen abgestempelt. Die Aussetzung von Jagdprämien und ihre gnadenlose Verfolgung führten, ähnlich wie bei Wolf und Luchs, zur fast völligen Ausrottung. Die Wildkatze verschwand schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Bayern. Aus dem Bayerischen Wald ist die letzte Erlegung aus dem Jahr 1914 bekannt.

Mehr Infos zur Wildkatze und zum Rettungsnetz.


Ganz schön was los im Wald!

Beobachtungen während der Katzensuche



Informationen zu Naturschutzprojekten der Kreisgruppe

In diesem Bereich finden Sie Informationen zu Naturschutz- und Artenschutzprojekten der Kreisgruppe Memmingen/Unterallgäu